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Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 24. Januar 2010 um 11:39 Uhr

Die Destruktion der Menschlichkeit


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11. September 2001 - gegen 16:00 Uhr: Luda und Jürgen Leiste, Ina, unsere Dolmetscherin, und ich steigen vor dem Lyceum Nr. 17 aus unserem leidgeprüften VW-Transporter in Kaliningrad, um an einer Versammlung des ökologischen Verbandes der Stadt Kaliningrad teilzunehmen, zu der wir aufgrund des Aufbaus unserer Natur- und Umweltschutzstation in Gromowo eingeladen worden waren.

Mein Handy klingelt und Gaby, meine Partnerin aus München, berichtet fassungslos von den sich überschlagenden Ereignissen in New York. Die World Trade Center-Towers wurden im Abstand von 18 Minuten von zwei Boings 767 gerammt und stehen in Flammen.

Ich kenne New York und kann nicht glauben, was ich höre. Sofort wird mir klar, daß dieser Terroranschlag eine neue Qualität des Wahnsinns und Tausende von unschuldigen Opfern bedeutet.

Wie in Trance halte ich auf Wunsch des Vorsitzenden der ökologischen Bewegung in Kaliningrad einen kurzen Vortrag, um dann für die nächsten 30 Stunden in meinem Quartier erstarrt, fassungslos und keines klaren Gedankens fähig die Nachrichten über die sich ständig weiter verfürchterlichenden Geschehnissen zu verfolgen.

Daß weder bei den entsetzlich feigen Angriffen auf die WTC-Türme, noch bei den weiteren Attacken der Flugzeuge über Washington und Pennsylvania keiner meiner zahlreichen amerikanischen Freunde zu Schaden kam, ist mir zwar ein herzlicher Trost, aber ich ertappe mich bei der Frage, ob die Tatsache, daß ich keinen der Tausenden von Toten persönlich kenne, überhaupt ein Trost sein kann.

Bereits in den 20:00 Uhr-Nachrichten (MEZ), 14:00 Uhr New Yorker-Zeit, scheint aller Welt klar zu sein, wer hinter diesem teuflischen Irrsinn steckt - Osama bin Laden, einer der drei meist-gesuchten Top-Terroristen unserer Zeit.

Binnen 30 Stunden erklärt die Nato - wer hat dies mit wem in so erstaunlich kurzer Zeit beschlossen? - den Bündnisfall nach Artikel 5 ihrer Charta. Aus London, Paris und Berlin, Moskau und Rom werden Beileidsbekundungen an die USA übermittelt, Kondolenzbücher ausgelegt und spontane Trauer- und Sympathieerklärungen für die Opfer und Hinterbliebenen dieses ruchlosen, feigen Anschlages abgegeben.

Merkwürdig mutet mich nur an, daß in den eingeblendeten Nachrichten von CNN und NBC vornehmlich von einer Attacke auf die USA gesprochen, die Opfer in New York, Washington und Pittsburgh zu unschuldigen Märtyrern eines Angriffs auf die Vereinigten Staaten von Amerika umfunktioniert werden.

Die grauenerregenden Bilder von in Todesangst aus Hunderten von Metern Höhe springenden Menschen, im Rettungsdienst sterbenden Feuerwehrleuten und Sanitätern und die grenzenlose Vernichtung im Zuge des Einsturzes der beiden höchsten Gebäude der USA stehen in groteskem Gegensatz zur Martialität, mit der der Präsident der Vereinigten Staaten, George W. Bush, seinen Landsleuten diesen Terrorakt als Angriff auf die führende Nation der Welt, das wundervolle Amerika, die Krone westlicher Zivilisation verkündet, bereits am 13. September erstmals vom Krieg des 'Bösen' gegen das 'Gute' spricht und seinen Landsleuten zusichert, einen Kreuzzug gegen den internationalen Terrorismus führen zu wollen. Weiß er nicht, daß gerade die 'christlichen' Kreuzzüge des 11.-13. Jahrhunderts Ausdruck menschenverachtenden Zynismus', blinder Ideologie und barbarischer Intoleranz waren?

Terrorismus und Islam werden in Hunderten von Live-Schaltungen und Interviews als Synonyma verwendet. Chinesen und Russen werden ebenso hinter den Anschlägen vermutet, wie die Dauerfeinde Amerikas, Saddam Hussein und Libyens Staatschef Gaddafi. In den folgenden zehn Tagen schwirrt uns ein ganzes Kaleidoskop möglicher Hintergründe, teuflischer Drahtzieher und dunkler Mächte um die Ohren. Die Kurse stürzen an sämtlichen Börsen, die Vertreter der Medien und der Politik, Experten und Augenzeugen der schrecklichen Geschehnisse melden sich zu Wort. Gerüchte über inneramerikanische Komplizen der weltweit agierenden fundamentalistischen Islami tauchen auf, und die Europäer - allen voran die deutschen Vertreter Schröder, Fischer und Schily werfen sich dem Häuptling der Schutz- und Trutzmacht USA devot vor die Füße, was viele Grüne in der Bundesrepublik fragen läßt, zu welcher Partei der frühere 'Revoluzzer' Joschka Fischer denn eigentlich noch gehört.

Mit einem Schlag treten bis dahin dominierende Krisen, Skandale und medial sorgsam ausgeschlachtete Probleme völlig in den Hintergrund. Wer verliert noch ein Wort über den Tschetschenien-Krieg und Nord-Irland, den Konflikt zwischen Palästinensern und Israel, BSE und MKS? Scharpings wackelnder Stuhl gleicht plötzlich dem Thron eines Feldherren, wie dämlich er sich auch über geplante Aufmarschpläne in Mazedonien äußert - noch ein Konflikt, der plötzlich in den Hintergrund tritt.

Innerhalb von vier Tagen wiedererstrahlt der schon gefährlich matte Stern des amerikanischen Präsidenten, der zum Kreuzzug aufruft und ultimative Vasallentreue aller Staaten einfordert, die sich ansonsten als Feinde der USA zu sehen hätten. Ganz Amerika versinkt in einem Chor fähnchenschwingender Patrioten, die sich zwischen tiefer Trauer, Wut und Rache hin- und hergerissen sehen. G.W. Bush's Sympathiewerte erreichen am 23. September nach einer Blitzumfrage mit 91 % Zustimmung einen Nachkriegsrekord - eine perfekt inszenierte 'God bless Amerika'-Show, die das 235-Millionen-Volk benötigt, sucht und bekommt.

Heute, 20 Tage nach den fürchterlichen Terrorakten des 11. September 2001 beginnen sich allmählich die Nebel zu lichten. Die alles überschwemmende Emotionalität weicht allmählich der Bereitschaft, Fragen zu stellen. Der intellektuelle Seiltänzer Bush darf zwar verfassungsgemäß als Präsident fungieren, hinter ihm stehen jedoch erfreulicherweise auch einige kluge und einsichtige Frauen und Männer, die Übersprungsreaktionen verhindert und spontane Rache unterbunden haben.

Doch nach wie vor hält die Welt den Atem an. Afghanistan, Hort und Symbol, Wiege und mutmaßlicher Aufenthaltsort des mutmaßlichen Drahtziehers der perfiden Attentate, Osama bin Laden, ist eingekesselt. Rußland, Usbekistan und Tadschikistan, Turkmenistan, die Türkei und Pakistan haben den USA Überflugrechte über ihr Territorium zugestanden. Die Briten setzten in vorauseilendem Gehorsam und als Zeichen ihrer Treue zum anglo-amerikanischen Bündnis ihre Kriegsschiffe bereits am 23.09. in Marsch und die USA schmieden eifrig an Aufmarschplänen für die größte Militäraktion nach dem zweiten Weltkrieg. Gemessen an der Zahl der einberufenen Reservisten und dem aufgebotenen Kriegsgerät erscheint selbst der Golfkrieg beinahe ein Sandkastenspiel.

Doch gegen wen soll hier eigentlich Krieg geführt werden? Der islamische Staat Afghanistan, ein Gebiet von 652.225 km² mit einer Einwohnerzahl von 25 Millionen steht zu 90 % unter der Kontrolle einer fundamentalistisch-islamischer Horde von selbsternannten Gotteskriegern, die sich als wahre 'Schüler' des Islam ('Taliban' wörtlich übersetzt) und Vertreter der reinen Lehre gerieren. Nur ca. 10 % des Landes, der an Tadschikistan und Pakistan grenzende Nordwesten des Landes, gilt als frei und wird von Dutzenden kleiner Stämme bevölkert, die als Mudschaheddin ehedem den Sowjets erbitterten Widerstand leisteten.

Afghanistan, ehedem durchaus kein armes Land, lebte vornehmlich vom Export von Erdgas, Gold, Kupfer, Erdöl und Früchten (Weintrauben, Rosinen und Pistazien), sowie sonstigen Nahrungsmitteln. Sprachlich (insgesamt 20 Sprachen, Amtssprachen: Paschtu und Dhari, ein persischer Dialekt) und ethnisch (ca. 50 Stämme) mit seinen Nachbarn eng verbunden, begann sein Leidensweg, als im Iran Ayatollah Khomeni gegen Schah Reza Palewi putschte und den islamischen Staat ausrief.

Gerade einmal 21 Jahre ist es her, daß die Russen Afghanistan zu erobern suchten - nicht zuletzt, um damit die Rückzugsgebiete der Moskau-feindlichen Moslems aus Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan unter Kontrolle zu bekommen.

Zu den damaligen Rebellen gehörten unter anderem auch die Taliban, die mit Geld aus Saudi-Arabien, dem Heimatland bin Ladens, und mit Waffen und Informationen vom amerikanischen CIA versorgt wurden.

Nach dem Rückzug der Russen schälte sich unter den Hunderten von kleinen und kleinsten Stämmen und Clans in Afghanistan die Gruppe der Taliban als mächtigste Vertretung des 'neuen Afghanistans' heraus. Gleichzeitig begann im bereits damals reichlich zerstörten Afghanistan der Drogenanbau und -handel; Afghanistan wurde zu einem Haupterzeuger und Umschlagplatz im gesamten Mittleren Osten. An den Krieg gegen die Russen schloß sich nahezu nahtlos seit 1992 der Bürgerkrieg an, der, offiziell gestützt auf die Verfassung von 1987, eine sechsköpfige Regierung unter Vorsitz von Mohammad Rabbani gebar. Die gerade einmal fünf Jahre alte Nationalversammlung (Meli Schura), die nach westlichem Vorbild aus zwei Kammern bestand, wurde 1992 aufgelöst und von den 31 Provinzen stehen heute 29 unter dem talibanischen Schreckensregime. Das nach der Machtergreifung der Taliban, der wohl fanatischsten islamischen Ausprägung, mit Entwicklungshilfegeldern gebaute Stadion in Kabul wird heute als öffentliche Hinrichtungsstelle benutzt. Vor johlenden Zuschauern werden an der Elfmeter-Linie Hinrichtungen vollzogen und den Taliban nicht genehme Gegner am Querbalken der Tore aufgehängt - im Namen Allahs und der 'Gerechtigkeit'.

An der Grenzlinie zwischen dem freien Nordosten und dem Taliban-beherrschten übrigen Afghanistan finden unglaubliche Massaker statt - von den Taliban abgeschlachtete Zivilisten, Frauen, Kinder und Alte zeugen davon. Ein Drittel der unter talibanischer Herrschaft stehenden Menschen in Afghanistan kann sich nicht selbst ernähren. Frauen dürfen weder arbeiten, noch Schulen besuchen oder auch nur medizinische Hilfe empfangen. Das weibliche medizinische Personal ist weitestgehend geflohen. Die Rawa, eine weibliche Widerstandsgruppe, lebt in ständiger Lebensgefahr bei dem Versuch, auch Mädchen eine minimale Schulbildung zu ermöglichen.

Sämtliche Versuche, zwischen den Konfliktgegnern - den regierenden Taliban und den in der Nordallianz zusammengeschlossenen ethnischen und religiösen Minderheiten - zu vermitteln (Übereinkunft von Aschgabad) und gemäß der 6 + 2-Konferenz in Taschkent unter Einbeziehung der unmittelbaren Nachbarn Afghanistans (Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Pakistan, der Volkrepublik China) sowie den USA und Rußland einen Waffenstillstand zu erreichen, schlugen fehl. Vielmehr darf vermutet werden, daß nach der Ermordung des Führers der nordöstlichen Provinzen Takhar und Badaksahn, Ahmed Shah Massud am 09. September 2001 durch zwei als Journalisten getarnte Algerier, der Angriff der Taliban auf die Nordallianz unmittelbar bevorstand.

Und dieses Land, was von Hunger, totaler Zerstörung und völliger Trostlosigkeit gekennzeichnet ist, wollen die Amerikaner nun mit Hilfe ihrer Nato-Partner in die Knie zwingen? Glaubt man wirklich, damit den internationalen Terror besiegen und der Person bin Ladens habhaft werden zu können? Und wo halten sich die führenden Köpfe der Taliban, der Libanese Imad Mughaniyeh sowie der Ägypter Aiman Al-Sawahiri auf, die beide enge Verbindungen zum irakischen Geheimdienst SSO unterhalten, den Saddam Hussein's Sohn Kussai leitet? Mughaniyeh gilt als Chef der Auslandsoperationen der libanesischen Hisbollah und Al-Sawahiri ist der Chef-Organisator der Al Qaida, des weltweiten Netzwerkes der fundamentalistischen Islami.

Kein Wunder, daß der amerikanische stellvertretende Verteidigungsminister Paul Wolfowitz und Luis Libby, Stabschef des Vize-Präsidenten Dick Cheney darauf drängen, den geplanten Militärschlag auch gleich gegen den Irak zu führen. Mutmaßlich hat Wolfowitz seinen vergeblichen Versuch, Saddam Husseins habhaft zu werden, bis heute nicht verwunden.

Und wo ist Scheich Omar Bakri Mohammed, der den 'politischen Arm' der IIF leitet, in deren Lager Freiwillige aus aller Herren Länder eine militärische Ausbildung für den bewaffneten Djehad erhalten, um dann in die Krisengebiete (u.a. auch nach Tschetschenien) geschickt zu werden. Anjem Choudary, weltweiter Anwerber der IIF, gestand gegenüber den englischen Telegraph-Reportern Chris Hastings und Jessica Berry freimütig ein: 'Auch Engländer erhalten bei uns ihre Ausbildung. Bevor sie im Ausland für die IIF und andere unserer Organisationen kämpfen, werden sie in Großbritannien ausgebildet.' Sie sollen auch die separatistischen Organisationen in den islamischen Republiken und autonomen Gebieten der GUS unterstützen - z.B. in Dagestan, dessen Küste 70 % des russischen Zugangs zum Kaspischen Meer ausmacht und dessen reiche ungenutzte Öl- und Erdgasreserven die britischen und amerikanischen Ölkonzerne gerne ausbeuten wollen.

Hat Clinton oder nunmehr Bush jemals Sanktionen gegen Großbritannien gefordert? Oder ist Amerikas Geheimdiensten das fundamentalistisch-islamische Treiben auf britischem Boden gar entgangen?

Handelt es sich überhaupt um einen Krieg im Sinne zweier gegeneinander militärisch zu Felde ziehender Völkerrechtssubjekte? Erst dies würde ja den von den Amerikanern ausgerufenen 'kollektiven Verteidigungsfall' nach Artikel 5 rechtfertigen. Weder erfolgte nämlich der Angriff von außen, noch besteht der Angriffsfall noch fortlaufend - beides Voraussetzungen, die der Nato-Vertrag fordert.

Diese Frage aber dürfte für einen Mann vom Schlage George Bushs völlig unerheblich und der Masse der Amerikaner unbekannt sein. Schon einmal, Mitte der 80er Jahre, setzten sich die USA bedenkenlos über internationales Völkerrecht und die Haager Landrechtsordnung hinweg. Damals hatten Terroristen nie geklärter Nationalität von Nicaragua aus Angriffe auf das Territorium El Salvadors geführt, worauf die USA staatliche Einrichtungen in Nicaragua angriffen, was der internationale Gerichtshof in Den Haag dann - leider zu spät - für völkerrechtlich unzulässig erkannte.

Und wer erinnert sich noch daran, daß die USA 1998 die größte Medikamentenfabrik im Sudan einäscherte; man hatte den 'begründeten Verdacht', es handele sich hierbei um eine Produktionsstätte für B- und C-Waffen. Dem ohnehin durch einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg völlig verarmten Sudan gingen hierbei mehr als 3.500 Arbeitsplätze verloren - ein immenser Verlust für dieses gequälte Land. Eine Entschuldigung der USA, geschweige denn Regreßzahlungen, erfolgten nie. Ganz nebenbei: Die USA haben weder die Anti-Terror-Entschließung der UNO unterzeichnet, noch halten sie sich an das Forschungs- und Produktionsverbot von Bio-Waffen ('Clear Vision'). Über internationale Konventionen setzen sich die USA arrogant hinweg und wenn die UNO sich weigert, nach ihrer Pfeife zu tanzen, setzen sie ihre Beitragszahlungen aus; derzeitiger Schuldenstand: 3 Milliarden US-Dollar.

Geht es den Amerikanern nun nicht vielmehr um Vergeltung und Rache für eine Schmach, die das nach eigenem Selbstverständnis stärkste, mächtigste und großartigste Land der Welt erlitten hat? Weder George Dabbelju Bush oder seine Vorgänger (u.a. Bush senior), noch die heutigen oder früheren Meinungsführer des weltpolitisch autistischen Amerikas kämen jemals auf die Idee, die wirklichen Gründe und Ursachen des weltweit qualitativ und quantitativ zunehmenden Terrors zu hinterfragen. Hier geht es weder um einen 'Kampf der Kulturen', noch - wie naiven Geistern in aller Welt vorgegaukelt wird - um einen 'Heiligen Krieg' des ach so belligeristischen Islams. Einige der verbliebenen US-amerikanischen Intellektuellen wie Susan Sontag oder Noam Chomsky haben den Terror zu recht als 'logische Konsequenz der amerikanischen Außenpolitik' bezeichnet. Bereits 1914 gab es einige weitblickende Geister; so nannte Stefan George den Krieg 'eine Folge jahrelangen sinnlosen Draufloswirtschaftens' und Max Scheller ging im gleichen Jahr von einem 'Krieg gegen den Kapitalismus und seine Auswüchse' aus, hinter dem er 'den kapitalistischen Bürgergeist englischer Provenience' erkannte.

Wer die Rede George Bushs vom 20.09.2001 aufmerksam studiert, erkennt darin ein unglaubliches Maß an Selbstgerechtigkeit ('Justice will be done'), wobei es einzig den USA obliegt, den Begriff der Justice (Gerechtigkeit) zu definieren. Ich werde den Verdacht nicht los, daß die Trauer um das verletzte Amerika für viele Amerikaner noch weit schwerer wiegt als die Trauer um die Opfer. Bush sprach in seiner Rede von Ausbildungslagern in Libyen, Afghanistan und Usbekistan. Hat er die Ausbildungslager in England und selbst in den USA vergessen oder verdrängt?

Bush wurde nicht müde, von den Hintermännern des 11.09. als Terroristen zu sprechen. Aber beschränkt sich Terrorismus ausschließlich auf physische Gewaltanwendung? Sind die wirtschaftspolitischen Okkupationsbestrebungen der USA, die Ausbeutung und der erbarmungslose Raub von Rohstoffen an Dutzenden von Ländern in Afrika, dem Vorderen Orient und Südost-Asien, die seit über 100 Jahren skrupellos ausgelebte US-amerikanische Parodomanie nicht ebenfalls als Terrorismus zu bezeichnen? An der Spitze des Kartells, das die Demokratische Republik Kongo seiner Bodenschätze (Erdöl, Cobald, Nickel. Gold, Diamanten und Coltan sowie seltener Erden) beraubt, steht immerhin der Vater des heutigen US-Präsidenten und frühere Präsident der USA, George Bush senior. Um was anderes als um Bodenschätze, vor allem Erdöl, Schürfrechte, Waffenhandel, die Kontrolle der Finanzmärkte und die Errichtung strategischer Militärbasen geht es denn den Vereinigten Staaten (und in ihrem Schlepptau den Engländern, Franzosen sowie der ehemaligen Weltmacht Rußland)?

Definiert man Terror als skrupellose Gewaltherrschaft, brutale Ausbeutung, grenzenlosen Egoismus und menschenverachtenden Mißbrauch Dritter, so können die USA mit Fug und Recht als weltweit größter Terrororganisation bezeichnet werden.

'Why do they hate us?' [Warum hassen sie uns?] frug Bush in seiner Rede vom 20.09.. Natürlich kann so eine Frage, wenn es denn eine solche gewesen sein sollte, nur ein Vollidiot stellen. Nein, Bush's Frage war rein rhetorischer Art und er lieferte gleich die Antwort mit: 'Weil diese Menschen (gemeint waren die noch nicht vom American way of life infiltrierten Andersgläubigen) Amerika um seine (bei jeder Gelegenheit artikulierten) Freiheitsideale, seinen (materiellen, nicht den intellektuellen) Reichtum und seine einzigartige Machtposition in der Welt beneiden.' Und weiter im Text: 'This country will define our times' [Dieses Land wird unser Zeitalter definieren] - mit Verlaub, Mister Präsident, das ist Größenwahn pur! Dabei hatte sich sein Ghostwriter Michael Gerson so viel Mühe gegeben und George W. muß buchstäblich Tag und Nacht geübt haben, um die seinen normalen Sprachschatz bei weitem übersteigenden Satzgebilde in auch außerhalb Texas' verständlicher Weise zu artikulieren. Selbst der dem früher reichlich verzogenen und eher Saufgelagen und Baseball zugewandten Sproß reicher Eltern neuerdings eigenen Religiosität wurde Gerson gerecht, als er Bush den Satz in den Mund legte: 'Freiheit und Furcht, Gerechtigkeit und Grausamkeit bekriegen sich immer, und wir wissen, daß Gott sich nicht neutral verhält.' Was der Mann in seiner dümmlichen Überheblichkeit alles weiß! Aber religiöse Unterfütterungen kommen bei US-Amerikanern gleich nach der Nationalhymne, fähnchenschwingenden Menschenmassen und George's Lieblingsende aller Parolen ans Volk: 'God bless America!'

Schon beim Präsidentschafts-Casting vertraute W. 1999 dem Televangelisten James Robinson an: 'Ich habe den Ruf erhalten, ich glaube, Gott möchte, daß ich mich um die Präsidentschaft bewerbe'. Nun ja, auch Götter machen Fehler!

Und eben diesen US-amerikanischen Größenwahn sollen nun die Nato-Partner, die sogenannte Freie Welt von Amerikas Gnaden so uneingeschränkt, unhinterfragt und hündisch devot - so perfekt inszenierte durch die Schröders, Fischers und Blairs - unterstützen, finanzieren und mit möglichen Opfern eigener Soldaten mittragen?

31 mal wurde Bush bei seiner Rede von Applaus unterbrochen, und wer die geradezu entseelt-glücklichen Gesichter der gierig lauschenden Massen der an den Lippen ihres Präsidenten hängenden US-Amerikaner gesehen hat, dem mag himmelangst werden.

Medienwirksam wurde am 18.09. der Verdacht lanciert, Osama bin Laden und das Netzwerk der Al Qaida habe sich durch Manipulationen und Insider-Geschäfte an der Börse Millionengewinne verschafft. Mit derartigen Meldungen kann man wirklich nur höchst naive Zeitgenossen überraschen. Immerhin verdanken auch die Rothschilds neben vielen anderen Tycoons ihren Reichtum bedenkenlosen, gezielten Manipulationen an den Börsen. Ohne die Unterstützung der Finanzoligarchen der Ostküste der Vereinigten Staaten sowie Englands, der Niederlande, des Belgischen Königshauses und Frankreichs wären Despoten wie z.B. Stalin und Noriega, Idi Amin und Pinochet, Saddam Hussein und Hitler sowie die Mudschaheddin (in ihrem Widerstand gegen die Russen) weder an die Macht gekommen, noch hätten sie sich dort lange halten können. Die USA haben weltweite Waffen- und Drogenringe vorsätzlich finanziert, organisiert und geduldet - wo immer ihnen dies strategisch und politisch Vorteile sicherte. Solange ihnen Saddam Hussein das Recht auf Stützpunkte im Irak gegen den Iran gestattete, versorgten sie ihn bereitwillig mit modernstem Kampfgerät, logistischer Unterstützung und Geld - im Tausch gegen billiges Öl und die Stationierung von Truppen und Lauschbasen nahe Rußlands und dem 'Schurkenstaat' Iran.

Den wenigsten Menschen scheint bewußt, daß sich im jetzt aufkeimenden Konflikt eine unheilvolle Gemengelage sammelt, innerhalb derer sich plötzlich Dutzende von Konflikten zu verdichten drohen. Hier prallen systemische Kontroversen aufeinander, wie dies in vergleichbarer Weise wohl nie zuvor in der modernen Geschichte der Fall war:

  • Der schwelende Konflikt zwischen dem postkommunistischen Rußland und den abtrünnigen Republiken im Süden und Südosten der früheren UdSSR. Mehr als ein Dutzend heute der GUS zwangsweise einverleibte Staaten, deren Bevölkerungen mehrheitlich nicht russisch-orthodox, sondern islamisch und gänzlich anderen ethnischen Ursprungs sind, strebt nach Freiheit und Unabhängigkeit von Moskau. Viele dieser Länder - Tschetschenien ist hierbei nur der Vorreiter - haben mit Demokratie im westlichen Sinne nicht das Mindeste im Sinn. Traditionell denken z.B. die Tschetschenen und andere kaukasische, vorder- und zentralasiatische (wie übrigens auch afrikanische) Völker in Familienclans, deren Leitung jeweils den Ältesten des Stammes obliegt. Einen Herrscher (selbst-ernannt oder demokratisch gewählt) kennen sie überhaupt nicht. Die sich daraus absehbar für Rußland entwickelnden Konflikte sind durch eine gewaltsame Eroberung (wie versuchtermaßen in Tschetschenien) in keinem Fall zu lösen. Die Tschetschenen sind vielleicht die wildesten und unbeugsamsten der kaukasischen Völker. Moskau weiß jedoch, daß es den Tschetschenen keine Freiheit gewähren darf, weil dies sonst der Anfang vom Ende der russischen Herrschaft über den gesamten Kaukasus und das strategisch wichtige Gebiet zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer wäre;
  • Der israelisch-palästinensische Konflikt. Hierzu darf auf die anhängende Analyse des Privathistorikers Hans Hägele ('Djehad - der heilige Krieg') verwiesen werden.
  • Hinter dem ansonsten nicht überlebensfähigen Staat Israel steht die Finanzoligarchie der khasarisch-jüdischen Amerikaner der Ostküste. Dieser Konflikt schwelt seit mehr als 50 Jahren und der Genozid der Israelis an den Palästinensern ist weder durch die Massaker des bin Ladens der 70er Jahre und späteren Friedensnobelpreisträgers(!) Arafat (München 1972) zu rechtfertigen, noch durch die Selbstmordattentate der Palästinenser auf amerikanische Militärbasen oder die Terrorakte in vielen anderen Ländern der westlichen Welt. Längst liegen die maßgeblichen Entscheidungen in der Nahost-Politik nicht mehr bei dem intelligenten Außenminister Colin Powell oder den Nahost-Experten seines Ministeriums, sondern bei Carl Rove, Bush's wichtigstem politischen Berater und Spendensammler. So weiß sich Sharon der Rückendeckung des US-Präsidenten sicher, da dieser auf die fundamentalistischen Wähler in den Südstaaten und die khasarische Finanzoligarchie an der Ostküste tunlichst Rücksicht nehmen muß, will er auch nur den Hauch einer Chance für eine Wiederwahl bewahren. Gleiches gilt für die Ambitionen seines Bruders Jeb, der ohne die Unterstützung der Millionen rechtsgerichteter fundamentalistischer Christen und die jüdische Industrie- und Finanztycoons kaum die Gouverneurswahlen in Florida 2002 gewinnen dürfte;
  • Durch den jetzigen Schulterschuß der Türken mit den Amerikanern mag der Genozid an den Kurden verdrängt werden, ungeschehen macht er ihn nicht. Und auch der Völkermord der Türken an den Armeniern (1914/15) ist beileibe noch nicht in Vergessenheit geraten, auch wenn Ankara davon heute nichts mehr wissen will.
  • Tadschikistan will ebenso mit den USA zusammenarbeiten wie Usbekistan. Nun, auch hier zeichnet sich ein Bürgerkrieg ab, da sich die Mehrheit der Bevölkerung dieser Länder als Unterdrückte im eigenen Land und in ihrem islamischen Glauben eingeschränkt und verletzt sieht;
  • Pakistan - noch immer offiziell im Waffenstillstand aber in einer ständigen Fehde mit Indien lebend - steht vor einer Zerreißprobe. Die Mehrheit der Pakistani sieht in den USA einen Feind, Ausbeuter und religiösen Gegner. Zudem fühlen sich die Paschtunen Pakistans mit den Paschtunen Afghanistans stammesgeschichtlich verbunden. Sie sind wohl kaum bereit, auf die USA-freundliche Linie ihrer Regierung einzuschwenken, die ihr Kotau nach Übersee den Kopf kosten kann.
  • Und auch China kommt das US-amerikanische Problem mit dem Terrorismus ganz gut zu paß; die gewaltsame und jedem Gedanken der Völkerverständigung Hohn spottende Okkupation Tibets hängt China wie ein Klotz am Bein, und auch die Falun-Gong-Sekte versucht China vor der Weltöffentlichkeit ebenso als Terroristenvereinigung darzustellen, wie viele andere Kritiker der rotchinesischen Machthaber.

Es ist bezeichnend, daß ein Harvard-Professor namens Samuel Huntington seit fast zehn Jahren einen 'Clash of Civilisations' (Titel seines Buches von 1993) meint, heraufbeschwören zu müssen. Noch bezeichnender aber ist der Titel der deutschen Übersetzung: 'Kampf der Kulturen'. Davon abgesehen, daß ein Clash kein Kampf ist, sollte jeder halbwegs intelligente Mensch zwischen Kultur und Zivilisation unterscheiden können. Aber von derart falschen Synonyma wimmelt es leider in den Medien, ja sogar dem Duktus von Politikern, 'Experten' und Professoren.

Speziell im intellektuellen Notstandsgebiet USA vermögen Irrlichter wie Huntington einen derartigen intellektuellen Brei Medien und Bevölkerung marktschreierisch anzubieten. Solange Base- und Basketball, Football und Eishockey, Comics und Cartoons, Disneyland und Hollywood die amerikanische Seele zu befriedigen vermögen, kann den 235 Millionen US-Amerikanern so ziemlich alles andere, was in der übrigen Welt geschieht, einerlei sein.

Daran wird sich auch solange nichts ändern, wie sich (fast) jeder Bürger der USA in dem Glauben wähnt (und diese 'Überzeugung' wird von den Medien pausenlos geschürt), daß er im größten, wichtigsten und fortschrittlichsten Land der Welt lebt. Durch den wichtigsten Brückenkopf der USA nach Europa, England (nicht Großbritannien!), durch unzählige Netzwerke mit den Adels- und Hochfinanzfamilien Europas, vor allem der Niederlande und Belgiens, verbunden, maßen sich US-Präsidenten regelmäßig die Welt-Führungsrolle an. So widerspricht kein europäischer Politiker, wenn US-Präsident Bush den früheren Senator John Danforth in Eigenregie zum 'Vermittler' im sudanesischen Bürgerkrieg ernennt - mit der kernigen Begründung vor dem US-Senat, 'Es ist für die USA und die ganze Welt wichtig, etwas Verstand in den Sudan zu bringen'. In Wahrheit haben die Amerikaner nicht das mindeste Interesse daran, den seit 18 Jahren tobenden Bürgerkrieg tatsächlich zu beenden, es war lediglich die US-Erdöl-Industrie, die Bush dazu bewog, den Sudan unter eine berechenbare Kontrolle zu bekommen; immerhin sind sie an riesigen Öl-Vorkommen im Sudan interessiert und finanziell engagiert. Im Sudan geht es längst nicht mehr um einen Konflikt der Religionen - Halbmond gegen Kreuz -, sondern ausschließlich um die Inbesitznahme der riesigen Ölfelder, die im 'SUDD' des Bahr-el-Ghazal entdeckt wurden - Ölfelder, die denen Nigerias entsprechen. Eile tat hierbei vor allem Not, da plötzlich mit der Volksrepublik China, die zusammen mit Malaysia in Rekordzeit eine Pipeline von Bahr-el-Ghazal bis Port Sudan baute, ein neuer Konkurrent die Bühne betrat.

Der 'Kampf der Kulturen' ist in Wahrheit ein Kampf der Armen gegen die Reichen, ein verbissener Kampf religiös verbrämter Ideologien, die Macht um Rohstoffe und Absatzmärkte, die Kontrolle über Bodenschätze und wirtschaftliche wie militärische Basen. Der jetzt in eine neue Dimension tretende Terrorismus ist das Ergebnis einer Jahrhunderte alten, brutalen und unglaublich überheblichen Kolonialisierungspolitik der westlichen Länder in den Maghreb-Staaten, dem Vorderen Orient, Zentralafrika und der willkürlichen Zersplitterung und Verteilung des Kaukasus bis hinein in die zentralasiatischen Gebiete, der eine nunmehr hundertjährige Wirtschafts-Kolonialpolitik und skrupellose Ausbeutung folgte. Dieser Terror ist ein (zweifellos kriminelles) Symptom völliger Hilflosigkeit von Menschen, die buchstäblich nichts zu verlieren haben. Selbst die Kindersoldaten sind keine Erfindung primitiver Asiaten, Orientalen oder Afrikaner. Bereits im Burenkrieg (1899-1902) setzte (der spätere Lord) Baden-Powell Kinder als Späher und Saboteure ein; hieraus entstand 1901 die Pfadfinder-Bewegung (Boy Scouts).

Diesem Terrorismus nun durch noch strengere Kontrollen, noch stringentere Observation, noch mehr Geld für Waffen, strategische Operationen und Geheimdienste begegnen zu wollen, ist kompletter Unsinn; daran scheiterten alle Überwachungsdienste diktatorischer Regime in der Vergangenheit. Vielmehr wäre ein Umdenken, ein Besinnen auf wahre Menschlichkeit und ein förderliches Miteinander notwendig, zu dem sich leider keines der wirtschaftlich starken und technisch fortschrittlichen Länder bereit findet. Statt Verantwortlichkeiten zu eigener Verantwortung werden zu lassen, überantworten wir machtgeilen Politikern unsere und unserer Kinder Zukunft. Unsere Souveränität opfern wir auf dem Altar satter Bequemlichkeit, feiger Unbeteiligtheit und wehleidigen Jammerns. Wir bezahlen sie fürstlich für ihre multiple Korruption unseres Verstandes, unserer Ethik und unseres Empfindens, gestatten ihnen Rechts- und Vertrauensbrüche, Wahllügen und Meineide. Wir jubeln ihnen so nachhaltig zu, daß sie sich tatsächlich selbst als göttliches Geschenk ans tumbe Volk sehen.

Terror entsteht nicht aus dem Nichts, Terror ist vielmehr dem Ausbruch eines Vulkans vergleichbar; auch dieser kann einem in seinem Inneren entstehenden Druck sich aufstauenden Magmas nur bis zu einem gewissen Punkt standhalten, um sich dann - unerwartet und mit unbändiger Macht - Luft zu schaffen.

Leider sind wir Menschen zwar in der Lage, Satelliten ins All zu schicken, Atome zu spalten und Miniroboter durch die menschliche Blutbahn zu jagen, nicht jedoch dazu, den primitivsten Bedürfnissen von Toleranz und Menschlichkeit, wahrer Ethik und Nächstenliebe Kraft und Raum zu geben.

Ich werde den fürchterlichen Verdacht nicht los, daß wir alle, vor allem jedoch das in geistloser Drögheit gehaltene amerikanische Volk zum wiederholten Male mit einem Wust von Lügenmärchen und falschen Informationen gefüttert werden, wie dies - inzwischen bewiesenermaßen - im ersten Weltkrieg im Falle der Lusitania, im zweiten Weltkrieg durch den angeblichen Überraschungsangriff der Japaner auf Pearl Harbor, bzgl. der Kuba-Krise ebenso wie im Golfkrieg geschah. In all diesen Fällen provozierten die Amerikaner bewußt und durch geheimdienstliche Tätigkeiten der Öffentlichkeit die Wahrheit verschleiernd, den Eintritt der USA in zwei Weltkriege und zwei lokale Kriege, um das Image des zum Kriege gezwungenen, eigentlich jedoch friedlichen Volkes der US-Amerikaner zu wahren.

Etliche Fragen tun sich auf, die leider innerhalb der USA kaum gestellt und außerhalb der USA nicht beantwortet werden.

Da verhallen die Worte des russischen Präsidenten anläßlich einer Rede vor dem Bundestag leider ohne Echo. Ein bißchen betroffen wirkten die bundesdeutschen Parlamentarier zwar schon, als Putin erklärte:

'Alle sind schuldig, vor allem wir Politiker!', aber schon während seiner dann folgenden Hinweise, es sei den Politikern leider bislang nicht gelungen, durch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen, zogen es Außenminister Fischer wie auch Innenminister Schily vor, mit ihren Nachbarn zu schwätzen, statt wirklich einmal zuzuhören.

Ebenso unklar wird bleiben, warum (mindestens) vier Flugzeuge von rund zwei Dutzend Entführern auf amerikanischem Boden gekidnapt, über einen Zeitraum von über 70 Minuten mit abgeschalteten Transpondern und auf völlig von ihren vorgesehenen Routen abweichenden Kursen manövrieren konnten, ohne daß dies die binnen Minuten einsatzfähigen Abfangjäger der amerikanischen Luftwaffe unterbinden konnten.

Verlassen Sie sich darauf: Wenn die wahren Hintergründe dieser schrecklichen Attentate jemals aufgeklärt werden, wird die nun medial zielsicher und weltweit desinformierte Bevölkerung Bauklötze staunen.

Klar ist, daß jeder sofort in die Ecke der Weltverschwörer und USA-Hasser gedrängt wird, der an der offiziellen Darstellung dieses Massakers Zweifel übt. Klar ist auch, daß jeder der Herzlosigkeit geziehen und als Übelkrähe beschimpft wird, der zu fragen wagt, warum die Katastrophen von New York und Washington so ungeheueres Aufsehen erregten, während doch tagtäglich geschätzte 60.000 Menschen in Bürgerkriegen, an Krankheiten oder Hunger bzw. den Folgen von Unterernährung sterben (mehr als die Hälfte davon Kinder). An alle diese Opfer haben wir uns schlichtweg gewöhnt, zumindest fehlt ihnen die Medialität und Teleabilität der Ereignisse vom 11.09.2001.

Lassen Sie mich in meiner Bestürzung, Trauer, Wut und Hilflosigkeit mit Shakespeare's Hamlet enden:

Der Rest ist Schweigen.


H.-W. Graf
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. März 2010 um 13:27 Uhr
 

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Eine wunderschöne Rose

Winter in Neuhaus am Rennweg - Furchtbar viel Schnee

Noch einmal Winter in Neuhaus am Rennweg - Furchtbar viel Schnee

Chemtrails über Neuhaus

Riesen echte Gummibäume in der Nordseepassage in Wilhelmshaven - Faszination pur

Bundesgartenschau in Ronneberg

Exponat Austellung des Behindertenbeauftragten des Landkreises Sonnberg

Herzliches Dankschön an alle Mitwirkenden!!

Mal ein neues Bild von mir!

Wunderschöne Rosen

Arbeit von Schülern einer Staatlichen Förderschule für Lernbehinderte Kinder und Jugendliche

Wunderschöne Rosen

Arbeit von Schülern einer Staatlichen Förderschule für Lernbehinderte Kinder und Jugendliche

Wunderschöne Rosen

Das bin ich selber, aufgenommen während einer Ausstellungseröffnung.

Niemals aufgeben - Storch versucht großen Frosch zu fressen!

Die 3 Affen - nichts sehen - nichts hören - nichts sagen

Ich habe Hunger - Katze bettelt nach was zu essen!



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