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Geschrieben von: Administrator
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Freitag, den 12. Februar 2010 um 18:57 Uhr |
Der Sorgenbaum
Der Tischler, den ich angestellt hatte, um mir bei der Restaurierung eines alten Bau-ernhauses zu helfen, hatte gerade den ersten harten Tag in seinem Job beendet. Ein platter Reifen kostete ihn eine Stunde Arbeit, seine elektrische Säge versagte ihren Dienst und nun wollte sein altertümlicher Pickup nicht anspringen. Während ich ihn nach Hause fuhr, saß er in steinerner Ruhe neben mir. Als wir bei ihm zu Hause angekommen waren, lud er mich ein, seine Familie kennenzulernen. Während wir zur Tür gingen, blieb er kurz an einem kleinen Baum stehen und berührte die Spitzen der Zweige mit beiden Händen. Als sich die Tür öffnete, machte er eine erstaunliche Wandlung durch. Sein gebräuntes Gesicht schmückte ein Lächeln und er umarmte seine zwei kleinen Kinder und gab seiner Frau einen Kuß. Später, als er mich zu meinem Wagen begleitete, kamen wir wieder an diesem Baum vorbei und meine Neugier siegte. Ich fragte ihn, was es mit diesem Baum auf sich hatte. "Oh, das ist mein Sorgenbaum", antwortete er, "Ich weiß, daß ich Sorgen und Probleme im Beruf nicht verhindern kann, aber eines ist sicher: Sie gehören nicht ins Haus, zu meiner Frau und den Kindern. Also hänge ich jeden Abend, wenn ich nach Hause komme, meine Sorgen und Probleme ganz oben in den Baum und am nächsten Morgen nehme ich sie wieder ab. "Das Lustigste an der Sache ist, sagte er lächelnd, "wenn ich morgens herauskomme, um die Sorgen wieder abzunehmen, dann hängen dort viel weniger, als ich glaubte, am Abend vorher dort aufgehängt zu haben."
Möge jeder Mensch einen solchen 'Sorgenbaum' besitzen, um die kurze Zeit, die wir auf Erden haben, viel intensiver für Familie, Freunde und die schönen Dinge des Lebens nutzen zu können.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Februar 2010 um 11:23 Uhr |