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Geschrieben von: Administrator
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Freitag, den 12. Februar 2010 um 18:44 Uhr |
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Angst
Es ist wohl kurz nach Mitternacht der Regen trommelt hart auf's Dach. Ein greller Blitz, ein Donner kracht. Mein kleiner Clown ist aufgewacht. Klägliches Weinen weckt auch mich, ich komm' zu Dir und tröste Dich und halt' Dich eng in meinem Arm. Dein kleines Herz schlägt schnell und warm. Dein Köpfchen ist ganz naßgeschwitzt, Du krallst Dich ängstlich fest, wenn's blitzt.
Wir geh'n zum Fenster und Du siehst, daß es zwar wie aus Kübeln gießt, doch alles ist noch so wie gestern. Der nächste Blitz, Dein Griff wird fester, doch Deine Tränen sind versiegt. Wie sich im Sturm die Tanne biegt. Die Straße glänzt, der Donner grollt, mein kleiner Clown noch etwas schmollt, doch seine Neugier wecken Tropfen, die dick und schwer ans Fenster klopfen.
Ein neuer Blitz läßt Dich erschrecken, wär' bloß ein Loch da zum Verstecken. Doch dann dringt es in Dein Bewußtsein: Was draußen kracht, kommt hier nicht rein. Und mutig fängst Du an zu plappern. Die Ziegel auf den Dächern klappern, ich leg' Dich sanft zurück ins Bett, Du lachst mich an so lieb und nett. Du bist zufrieden - noch ein Kuß, Du gähnst Dir eins zum guten Schluß und gibst mir deutlich zu versteh'n: "Ich bin jetzt müde - Du kannst geh'n."
Dieses Gedicht wurde mir von Herrn H.-W. Graf aus München für meine Webseite zur Verfügung gestellt. Ich verehre seine Werke und sein Tun für die Benachteiligten dieser Welt schon seit Jahren. Vielen Dank für Deine langjährige Freundschaft und Verbundenheit.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Februar 2010 um 12:13 Uhr |