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Geschrieben von: Administrator
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Freitag, den 12. Februar 2010 um 17:45 Uhr |
Aller Anfang ist schwer
Ein Mensch, der seinen Stand bedenkt, sich überlegt, was ihn so lenkt, wieviel das Leben ihn berührt, wohin es ihn bisher geführt, kommt ganz verwegen zu dem Schluß, dass man hier wohl was ändern muß.
Was bisher lief, war etwas dünn; und ebenso war der Gewinn. Er sah nur zu, wenn andere kriegten, bedankt sich, wenn sie 'rüberschickten, was ihnen ohnehin zuviel. Der Mensch sieht ein, ihm fehlt ein Ziel.
Er weiß sich in Abhängigkeit. Doch Freiheit heißt auch Schwierigkeit. Warum denn strampeln und sich wehren? Laß and're doch ein Ziel gebären. Die Masse ist genau wie er. Das Anderssein fällt ihm so schwer!
Jedoch - was ist die andere Sicht, wer sich nicht müht, gewinnt auch nicht! Nun denn, man könnt' es ja probieren und sich ein bißchen engagieren, sagt sich der Mensch. Doch dann ein Schreck: Wie komm' von diesem Fleck ich weg?
Was sagen Freunde und Bekannte, die Eltern und die Anverwandten, wenn ich nun völlig anders bin, ich anderem Denken gebe Sinn? Verlier' ich das, was lieb mir war? Bin ich alleine, ist's mir klar? Gehör' ich dann nicht mehr zu ihnen, darf nicht mehr in der Masse dienen?!
Sie meiden mich, entzieh'n mir Schutz! Sie hämen mir und meinem Trutz! Sie zeihen mich der Arroganz, belächeln meinen Höhentanz!
Bin ich - sagt sich der Mensch - denn fähig, dies auch zu schaffen. Bin so zäh ich, dass ich noch Neues lernen kann? Es seh', versteh' und nutz' und dann ein freier Unternehmer bin, der froh und frei - geklärt der Sinn - sich große Ziele setzen will?
Vor Angst wird unser Mensch ganz still.
Er denkt - wie viele - muß das sein? Kann man nicht nur bescheiden, klein, still, ruhig und mit sanftem Blick erdulden Glück und auch Unglück? Muß ich, das kleine Menschelein, denn unbedingt 'was Bess'res sein?
Oh Mensch, wenn alle so gedacht, keiner den Schritt nach vorn gemacht. Die Kräfte, die wir in uns haben, an denen sich die Massen laben, genützt, um diese Welt zu bau'n, statt nebenan nach vorn zu schau'n. Wir säßen heut' noch auf den Bäumen und würden wie die Affen träumen.
Es waren immer wenige nur, die schufen Werte und Kultur, die nutzten Geist, Witz und Verstand, Und alle eines stets verband: Der Glaube an das eig'ne Ich! Drum denke und besinne Dich!
Des Menschen Blick verändert sich und wird gewahr - oh wunderlich - der eig'nen wunderbaren Kraft. Er spürt den Drang, die starke Macht. Er will sein Leben selbst gestalten. Durch nichts läßt er sich künftig halten, sucht Vorbilder und Ziele sich. "Welt halte mich, sonst fliege ich! Wozu hab' ich denn meine Augen? Ich brauch' nur an mich selbst zu glauben. Denn, was mein Vorbild hat erreicht, das schaff' ich auch, ob's schwer, ob's leicht.
Die wahre Freiheit hat nur der, der nicht lang frägt: Ist's leicht, ist's schwer? Nur ich entscheide, was ich will! Wem das nicht paßt, der schweige still! Ich bin zum Dulden nicht geboren, will frei sein. Ich bin auserkoren."
Der Mensch ab heut' beginnt zu leben. Denn nur wer lebt, kann auch erleben!
Dieses Gedicht wurde mir von Herrn H.-W. Graf aus München für meine Webseite zur Verfügung gestellt. Ich verehre seine Werke und sein Tun für die Benachteiligten dieser Welt schon seit Jahren. Vielen Dank für Deine langjährige Freundschaft und Verbundenheit.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Februar 2010 um 14:21 Uhr |
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