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Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 12. Februar 2010 um 17:04 Uhr

Dreizehn Jahre

Heute ist es dreizehn Jahre her.
Heute rührt's Dich sicherlich noch mehr.
Weißt Du noch - vor dreizehn Jahr'n,
wie wunderschön es damals war,
der erste Kuß - der Himmel war so nah.

Heute vor zwölf Jahren wußte ich,
wenn ich es wage, ja, dann neh'm ich Dich.
Verliebt bis über beide Ohr'n
die Ewigkeit schien uns gebor'n
und ewige Treue hab'n wir uns geschwor'n.

Elf Jahre ist es her, da tauschten wir
die Ringe. Und noch heute scheint es mir,
daß dieser Tag der schönste war.
Das Leben schien so wunderbar
und alle uns're Träume wurden wahr.

Gerade ist es knapp zehn Jahre her.
So mancher schöne Plan lief damals quer.
Wir liebten uns, wir hatten Streit,
mitunter kam die Einsamkeit
und walzte uns're Rosenträume breit.

Und ein Jahr d'rauf - weißt Du es noch?
Wir wetteten. Ein Mädchen war's dann doch.
Wir lachten und wir weinten und
das Baby schrie - vielleicht war's wund.
Das Leben schien so überreich und bunt.

Acht Jahre - ja die Zeit verstrich im Flug,
zum Leben und zum Essen war's genug.
Wir hofften voller Zuversicht.
Der Wind blies oft uns ins Gesicht,
doch aufzugeben - nein, das lag uns nicht.

Vor sieben Jahren kam der Durchbruch dann.
Karriere und Profit zog uns in Bann.
Wir waren "wer", wir hatten "was".
Auf Parties, Feiern - dies und das,
doch Du und ich, wir beide wurden blaß.

Sechs Jahre ist es her, da, stand das Haus,
die "lieben" Freunde gingen ein und aus.
Wir konnten tun, was uns gefiel,
der Himmel schien das letzte Ziel.
Prestige und Image - "ach, es war ein Graus!

Fünf Jahre ist, es her und uns war klar:
Nur so zu leben - es war wunderbar.
Kein Hunger, keine Traurigkeit,
kein Hauch von Sorgen weit und breit.
Was kümmert uns denn fremder Leute Leid!

Dann kam die Kleine plötzlich nicht nach haus'.
Ein Unfall - vor vier Jahren - alles aus.
Wir schliefen nicht und hofften nur
und blickten ängstlich auf die Uhr.
Wie unbestechlich hart ist die Natur!

Und ein Jahr später war es dann vorbei
kein Kinderlachen mehr und kein Geschrei!
Die Tage schwer, das Haus so leer,
kein Kichern und kein Schmusen mehr
und auf dem leeren Bett ein Teddybär.

Wie sinnlos schien das Leben damals mir,
zwei Jahre - ohne Hoffnung neben Dir.
Wie lebten wir so ohne Sinn,
so freud- und lieblos vor uns hin.
Kein Denken - nur ein Leben jetzt und hier.

Und letztes Jahr kam endlich dann das Glück,
die Freude und das Lachen doch zurück.
Du schenktest mir ein süßes Kind,
du lächeltest vor Tränen blind.
Wie wundersam wir Menschen manchmal sind!

Das Leben ist nicht immer sonnenklar,
voll Freude, sorglos, friedlich, wunderbar!
Erst durch den Schmerz erkannte ich
den Wert des Lebens und auch mich.
Noch nie war mir so klar: Ich liebe Dich!


Dieses Gedicht wurde mir von Herrn H.-W. Graf aus München
für meine Webseite zur Verfügung gestellt.
Ich verehre seine Werke und sein Tun für die
Benachteiligten dieser Welt schon seit Jahren.
Vielen Dank für Deine langjährige Freundschaft
und Verbundenheit.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Februar 2010 um 14:30 Uhr
 

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